Backformgrößen einfach umrechnen – so passt jedes Rezept in deine Form

Du hast ein Rezept für eine 20-cm-Springform, aber nur 18, 24 oder 26 cm zu Hause? Mit einer einfachen Formel kannst du die Zutatenmenge schnell an deine Backform anpassen.

Backformgrößen einfach umrechnen – so passt jedes Rezept in deine Form

Du hast ein Rezept gefunden, das perfekt klingt – nur leider ist es für eine 20-cm-Springform gedacht und zu Hause hast du nur 18, 24 oder 26 cm?

Das ist kein Problem. Du musst weder eine neue Form kaufen noch auf das Rezept verzichten. Mit einer einfachen Umrechnung kannst du die Zutatenmenge ziemlich schnell an deine vorhandene Backform anpassen.

Warum die Größe der Form so viel ausmacht

Der Unterschied zwischen einer 20-cm- und einer 24-cm-Form wirkt auf den ersten Blick gar nicht so groß. Trotzdem braucht eine 24-cm-Form deutlich mehr Teig.

Der Grund: Nicht nur der Durchmesser wird größer, sondern die komplette Fläche der Form.

Wenn du also einfach dieselbe Menge Teig in eine größere Form gibst, wird dein Kuchen meist deutlich flacher. In einer kleineren Form wird er dagegen höher und braucht oft länger im Ofen.

Die einfache Formel

Für runde Backformen kannst du dir diese Formel merken:

neuer Durchmesser² ÷ alter Durchmesser²

Das Ergebnis ist dein Umrechnungsfaktor.

Ein Beispiel:
Dein Rezept ist für 20 cm gedacht, du möchtest aber eine 24-cm-Form verwenden.

24² ÷ 20² = 1,44

Du brauchst also ungefähr die 1,44-fache Zutatenmenge.

Aus 200 g Mehl werden zum Beispiel etwa 288 g.

Schnelle Orientierung für ein 20-cm-Rezept

Wenn dein Rezept ursprünglich für eine 20-cm-Springform gedacht ist, kannst du dich ungefähr an diesen Werten orientieren:

FormgrößeZutatenmenge
18 cmca. 0,8-fach
20 cm1,0-fach
24 cmca. 1,4-fach
26 cmca. 1,7-fach

Du musst dabei nicht jedes Gramm bis auf die Kommastelle ausrechnen. Bei den meisten Kuchen kannst du die Mengen sinnvoll runden.

Und was mache ich mit Eiern?

Bei Mehl, Zucker oder Butter ist die Rechnung unkompliziert. Bei Eiern wird es etwas schwieriger.

Wenn du zum Beispiel rechnerisch auf 2,8 Eier kommst, kannst du bei einem normalen Rührkuchen meist einfach auf 3 Eier aufrunden.

Bei empfindlicheren Rezepten, etwa Biskuit, kannst du ein Ei auch verquirlen und die benötigte Menge abwiegen.

Muss ich die Backzeit ebenfalls verändern?

Das lässt sich leider nicht ganz so exakt umrechnen.

Wenn du die Zutatenmenge passend zur Form anpasst und der Kuchen dadurch ungefähr gleich hoch bleibt, kann die Backzeit ähnlich bleiben. Trotzdem lohnt es sich, etwas früher nachzusehen.

Die Stäbchenprobe ist hier oft hilfreicher als die genaue Minutenangabe im Rezept.

Was passiert, wenn ich gar nichts umrechne?

Das geht natürlich auch – nur verändert sich dann das Ergebnis.

In einer größeren Form wird dein Kuchen flacher und wahrscheinlich schneller fertig. In einer kleineren Form wird er höher, braucht länger und kann im schlimmsten Fall sogar über den Rand laufen.

Wenn dir die Höhe des Kuchens egal ist, musst du also nicht zwingend umrechnen. Wenn du aber ein ähnliches Ergebnis wie im Originalrezept möchtest, lohnt es sich definitiv.

Die Kurzversion zum Merken

Für ein Rezept aus einer 20-cm-Form:

18 cm → × 0,8
20 cm → × 1
24 cm → × 1,4
26 cm → × 1,7

Damit kannst du viele Rezepte ganz unkompliziert an die Formen anpassen, die du bereits zu Hause hast.

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